21. Januar 2009

Zeitlimits

Ein kleiner Nachtrag noch zum Schärfbeitrag. Nachdem ich ein begeisterter Leser von Friedrich Kollenrotts Anleitung zum Schärfen von Stech- und Hobeleisen bin, wollte ich eigentlich immer freihändig schärfen. Erst recht, nachdem Friedrich mir einmal Einzelunterricht erteilt hat.

Also habe ich in den letzten 8 Monaten keine Schärfhilfe verwendet. Mit den Ergebnissen war ich nur einmal zufrieden. Da habe ich allerdings mit dem Bandschleifer eine Hohlfase angeschliffen, sodass das Einhalten des Winkels auf dem Stein viel leichter war.

Ansonsten neige ich dazu, den Winkel immer steiler werden zu lassen und die Eisen zu verrunden. Bestimmt kann man Friedrichs Methode lernen. Dafür braucht es aber gerade in der Anfangszeit regelmäßige Übungen. Wenn ich nur alle zwei Wochen übe, hat es keinen Effekt. Jeder, der wie ich als Kind gezwungen wurde, Blockflöte zu lernen, weiß wovon ich rede. :o)

Weil ich diese Zeit jetzt nicht aufwenden will*, verwende ich eine billige Schärfführung, einen Nachbau der Eclipse, die man beispielsweise über den Versender Dick für kleines Geld beziehen kann. Jetzt habe ich scharfe Eisen und kann mich auf das Erlernen des Holzwerkens konzentrieren.

*Üblich ist es zu schreiben, "ich habe die Zeit nicht". Das ist natürlich Quatsch. Ich könnte etwa statt zu frühstücken jeden Morgen ein Eisen schärfen. Aber ich will frühstücken. :o)

Subtitles:
I allways wanted to sharpen freehand. Now I gave it up to learn it and use a simple honing guide instead.

Kommentare:

  1. Hallo Pedder,

    das ist interessant - ich bin jetzt auch seit ein paar Monaten "Freihandschärfer". Noch bin ich guter Dinge - mal sehen, ob ich doch irgendwann zur Führung zurückkehre.

    Gruß aus Hamburg,
    Alex

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  2. Hei Alex,

    klasse, dann hat sich Friedrichs Einzelunterricht ja wenigstens zu 50% gelohnt. :o)

    Ein denkbarer Weg für mich ist der, den vor mir James Krenov, Rob Cosman und Heiko Rech beschritten haben: Anschleifen einer Hohlfase mit dem Schleifbock und Abziehen auf feinen Steinen.

    Liebe Grüße
    Pedder

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