May 17, 2008
May 16, 2008
passt
May 15, 2008
Finish
Letzter Schliff
Fase schneiden
Mehr Löcher
Zwischenstand:
May 14, 2008
Zähne!
Und hier die Opfer; 5 Feilenkanten hat das Bezahnen verschlissen. Auf der oberen Kante der hinteren Feile kann man das deutlich erkennen. Wenn einen Feile so aussieht muss sie gedreht werden, sonst kann man abrutschen und den Zahn versauen. Weil man eine Feile nach Kanten aufbraucht, ist die Breite der Feile ziemlich egal. Lieber eine schmalere nehmen, da sieht man mehr.
May 7, 2008
Griff formen IV

Am Ende des Tages sieht es schon aus, wie eine Säge:
Griff formen III
Als nächstes wird das Griffloch hergestellt. Dazu bohre ich zwei große Löcher, 24mm Durchmesser mit meiner Flott Bohrwinde und einem Irwin Schlangenbohrer. Diese Bohrer werden von einem Gewinde durchs Holz gezogen. Das hat den Vorteil, dass kein vertikaler Druck auf den Bohrer ausgeübt werden muss; drehen reicht. Aber wenn das Gewinde am Ende des Brettes austritt, kann nicht weiter gebohrt werden. Ich kenn zwei Techniken, das zu vermeiden.
Die erste Technickt führt nach meiner Erfahrung zu besseren Ergebnissen: Das zu durchbohrende Brett wird fest mit einer Unterlage verspannt. Das Gewinde kann dann sofort in der Unterlage weiterdrehen, man bohrt in einem Zug durch. Wenn wirklich fest verspannt wurde, entstehen keine Ausrisse.

Die zweite Technik ist noch sicherer, um Ausrisse zu vermeiden. Das Loch wird dabei im ersten Arbeitsgang nur soweit vorangetrieben, bis das Gewinde unten aus dem Brett austritt. Dann wir das Brett gewendet und das Gewinde in das winzige Loch gesetzt. Gefahr dabei: beim Ansetzten der Gegenbohrung kann es Ungenauigkeiten geben, die man nachher deutlich sieht. Diese Technik wende ich daher nur an, wenn ich gerade kein Unterlage spannen kann - oder ich sie zeigen will. ;o)

Auf diesem Bild erkennt man das winzigen Gegenloch. Zum Vergleich: das Loch in der Mitte stammt von einem 3mm-Bohrer mit einem Tellerbohrer*:

Die beiden Löcher werden dann entlang der Grifflinie mit einem Sägeschnitt mit der coping saw verbunden. Der Hinterteil des Griffes wird ebenso ausgesägt. Hier das Zwischenergebnis. Sieht schon fast wieder wie eine Säge aus, oder?

* Der Begriff "Tellerbohrer" stammt aus dem Kinderbuch "Kasimir tischlert" von Lars Klinting, Oetinger Verlag, Hamburg. Dieses Buch sei allen tischlernden Mütttern und Vätern dringend ans Herz gelegt. Ich verwende ihn, da mir kein besserer deutscher Begriff bekannt ist. Und ich den englischen, eggbeater, gruselig finde.
May 6, 2008
May 5, 2008
Griff Formen II: Der Schlitz für den Rücken
Dann säge ich am Riss entlang, soweit wie es geht. Keine Sorge, das vordere Hörnchen habe ich hier nicht verletzt, da ist noch genug Material vorhanden.

Dann geht es weiter mit verschiedenen Stecheisen, bis der der Rücken passt.

Hier sitzt der Rücken inklusive Blatt am richtigen Ort. Es wird deutlich, dass der neue Griff wesentlich tiefer sitzt, als der alte. Beim Sägen merke ich immer wieder, dass ich den Griff möglichst tief anfassen will. Dieser Griff soll dem ein Stück entgegen kommen.
May 4, 2008
Exkurs: Sägeschrauben
Ja, das ist jetzt ziemlich trivial, aber findet mal so eine Schraube in einem großen Berg Hobelspäne.
Wenn die Schrauben raus sind, werden sie auch gleich poliert. Ich nehme dafür Messingpolitur, ein Handtuch und mein Bohrmaschine. Ein kleines Futter von einer Tellerbohr-"Maschine" kommt hier zu einer neuen Verwendung, so greift die Politur mein Bohrfutter nicht noch mehr an. Bei den Muttern habe ich vorher auch noch kurz mit Schleifpapier K600 die Grate entfernt, die vom Einsatz falscher Schraubenzieher* stammen. Bei allen Schrauben ist es wichtig, einen exakt passenden Schraubenzieher zu verwenden. Wenn die Spitze in der Schraube auch nur minimales Spiel hat, droht sie, aus dem Schlitz auszubrechen und diesen zu beschädigen.
*Besucher von Berufsschulen werden jetzt aufstöhnen: "Schraubendreher, Schrauben werden doch gedreht und nicht gezogen." Dieses weit verbreitete Mantra entspringt offensichtlich der Überlegung eines wenig fantasiebegabten und traditionsbewussten Technikers.
Schrauben werden in vorgebohrte Löcher gesteckt und dann nur noch angezogen. :o)
May 3, 2008
Griff Formen I

Nachdem der gefährlichste Teil geschafft ist (Ich habe dann doch beide Hälften gebraucht), die Vorbereitungen für den nächst gefährlichen Teil, der Schlitz für den Rücken. Dazu muss zunächst das Loch für die Rundung gebohrt werden. Hier mit einer Bohrwinde von Flott und einem Schlangenbohrer von C.I. Fall, Eskilstuna, Schweden.

Leider riss die Elsbeere doch aus, also Glätten mit einer Dübelstange und K150 Schleifpapier.

Weil in dem Moment die Konzentration nicht da war, habe ich nicht direkt mit dem Rücken schlitz weiter gemacht, sondern ein bisschen weiter geformt. Erst mit der Copingsaw, einer grobe Laubsäge,
Und dann mit einem meiner Lieblingswerkzeuge, dem Schabbeitel. An jede der Längskanten habe ich einen Grat angezogen, sodass ich den Beitel wie eine schmale Ziehklinge verwenden kann.
Hier habe ich - leider unscharf - mal dargestellt, wie der Beitel arbeitet:
April 29, 2008
Griff entwerfen
1. Am Vorbild, der großen Tenon Saw (Zapfensäge) von Wenzloff and Sons, die nach dem Vorbild einer alten englischen Zapfensäge von John Kenyon aus dem 19. Jahrhundert gefertigt wurde.
3. um was eigenes rein zu bringen, an der Säge, die Ihr schon aus der Titelzeile kennt.
Und das ist dabei rausgekommen:
Nach meiner Erfahrung ist es die schwierigste Aufgabe, den Schlitz für das Sägeblatt zu Sägen. Zunächst wird der vordere Teil des Griffs grob in Form gebracht und dann der Schlitz angezeichnet. Und es kam, wie es kommen muss: schief!
Also von vorn:
Neues Stück Holz, diesmal Elsbeere, weil Buche aus ist.
April 28, 2008
Es geht los, endlich.
Seit einem Artikel von Chris Schwarz über die großen Zapfensägen von Wenzloff and Sons möchte ich auch so eine Säge besitzen. Die Sache hat nur einen Haken: den Preis. Also habe ich mich auf die Suche nach Ausgangsmaterial gemacht. In Europa sind Rückensägen mit mehr als 35 cm nur selten zu bekommen, in den USA waren solche Sägen wohl immer üblich. Preiswert kommt man dran, wenn man bereit ist, Exemplare mit Mängeln zu kaufen. Zwei Eigenschaften sind wichtig:kein Lochfraß (engl.: pitting) und ein gerade verlaufende Zahnlinie. Beides ist nur schwer zu korrigieren.
Bei dieser Säge, einer ziemlich jungen Disston No. 4, war der Griff gerissen. Also nichts, was mich stört, weil ich den Griff sowieso ersetzen wollte. Daher gab es sie für umgerechnet 30 EUR, inklusive Versand.

